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Review of Concert in Rudolstadt Germany by Andrea Gobel

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22 Uhr Kala Ramnath “passiert” uns einfach. Wir lassen uns durch die mit bunten Verkaufs-Ständen flankierten Straßen der Innenstadt treiben und wagen einen Blick in die offen stehende Seitentür der Rudolstädter Kirche. “Man dürfe während des Soundchecks nicht hinein”, wird uns gesagt, aber 22 Uhr würden sich die Haupttüren dann für alle Interessenten öffnen. Durch eine auf den Treppen-Stufen wartende Festivalbesucherin, die uns freundlich ihr Programmheft reicht, werden wir nun richtig neugierig: Indische Geigenmusik, begleitet durch traditionelles Tabla-Spiel, – das wollten auch wir unbedingt miterleben! Als es dann endlich so weit ist und wir die innen – eher ungewöhnlich – in strahlendes Weiß getünchte Kirche betreten, dauerte es nicht mehr lange, bis die Künstlerin, in traditionelle Gewänder gehüllt, die Bühne vor dem Altar betritt. Sanft lächelnd setzt sie sich mit ihrer Geige im Schneidersitz auf den Boden, ihre innere Ruhe überträgt sich wohltuend auf alle Zuschauer in der voll besetzten Kirche. Hier drinnen in der luftigen Kühle ist nichts mehr zu spüren von der tropischen Hitze des ersten Festivaltages. Als sich ihr Kollege Abhijit Banerjee ebenfalls neben seinen Instrumenten niederlässt, könnte man eine Stecknadel fallen hören. Die gespannte Erwartung im Publikum ist fast körperlich zu spüren. Kala  begrüßt ihre Zuhörer in Englisch und erklärt, dass sie ihre Geige ähnlich der menschlichen Stimme einsetzen wird, so dass es klingt, als würde ihr Instrument singen. Sie möchte im Umfang nur weniger Sekunden ein musikalisches Thema improvisieren, welches dann im Zusammenspiel mit dem Tabla-Spiel in der folgenden Stunde endlos variiert werden kann. Aus einigen vorgegebenen Tönen entwickelt sich Stück für Stück auf ganz wunderbare Weise ein ganzes Klanguniversum.  Tabla-Meister Abhijit Banerjee’s Hände streicheln und massieren die nordindischen Schlaginstrumente, fliegen dann später in einer solchen Geschwindigkeit über die Drum-Felle hinweg, dass man die Finger kaum noch erkennen kann, um dann unmerklich Tempo und Melodie erneut zu wechseln, immer die gleiche Grundstruktur beibehaltend und doch jedes Mal völlig anders, durch endlose Variationen. Viele Gäste lehnen sich zurück, manche scheinen zu meditieren. Besucher betreten andächtig den klanggefüllten Raum, andere schleichen hinaus, um weitere Bühnen zu besuchen. Das Kommen und Gehen tut der wunderbaren Magie keinen Abbruch, welche die gesamte Kirche zu verzaubern scheint. Die Gedanken fließen wie  von selbst,  man kann die beruhigenden Töne fast sehen, wenn man die Augen schließt… Diese Stunde vergeht wie im Fluge, im Sog einer fremdländischen Musik, deren Schönheit man mit Worten kaum beschreiben kann. Traditionelle Elemente Hindustanischer Sounds wechseln mit fast rockigen Passagen, Experimentierfreude und Leichtigkeit brechen sich Bahn. Wir staunen, träumen und genießen, und sind so entspannt wie seit Tagen nicht mehr…

Als sich die beiden Künstler zum Abschluss ihres Wunderwerkes ehrfürchtig verbeugen, geht erst ein Raunen durch die Kirche, dann euphorischer Beifall, begeisterte Rufe, Pfiffe, Lebensfreude, Glücksgefühle…. Kahla und Abhijit ist es gelungen, alle Beteiligten in eine Traumwelt zu entführen und nun ganz erfrischt in weitere Abenteuer dieser Festivalnacht zu entlassen. Dieses Konzert hat uns neue Horizonte eröffnet, wofür wir den beiden Künstlern an dieser Stelle ganz herzlich danken!

LITERAL TRANSLATION:
22 clock Kala Ramnath \ happens “” us. We can carry us through the sales booths flanked with colorful streets of downtown and catch a glimpse of the side door open to the Rudolstädter church. \ “One should not go in during the sound check “, is said to us, but 22 clock would then open the main doors to all interested parties. With a waiting on the stairs-stage festival visitor that reaches us kindly their program book, we are now really curious about: Indian fiddle music, accompanied by traditional tabla playing – that we wanted to experience absolutely! When it is finally ready and then we the inside – entering rather unusual – in gleaming white-washed church, it was not long before the artist, dressed in traditional robes, enters the stage in front of the altar. Gently she is smiling with her violin-legged on the floor, her inner peace is transferred beneficial to all spectators in the packed church. In here, in the airy coolness is nothing more to feel the tropical heat of the first festival day. When her colleague Abhijit Banerjee also settles next to his instruments, one could hear a pin drop. The sense of expectation in the audience to feel almost physically. Kala   welcomes her audience in English and explained that they use is similar to the human voice their violin, it sounds like that, you would sing as a tool.She would like the extent of only a few seconds to improvise a music theme, which then varies in conjunction with the tabla playing in the following hours may be endlessly. From some given piece sounds developed by piece in a very wonderful way for a whole universe of sound.   Tabla master Abhijit Banerjee \ ‘s pat hands and massage the North Indian percussion instruments, then fly later in such a speed over the drum-skins that the fingers recognize hardly can, and then subtly change of tempo and melody again, always retained the same basic structure, yet each time totally different, with endless variations. Many guests sit back, some seem to meditate. Visitors enter reverently the klanggefüllten space, others sneak out to visit other stages. The coming and going does not detract from the wonderful magic that seems to enchant the whole Church. The ideas flow like   saying   one can almost see the soothing tones, if one closes the eyes …The hour passes quickly, in the wake of a foreign music, the beauty one can hardly describe with words. Traditional elements of Hindustani sounds alternate with passages of almost rock, experimentation and light rail break. We wonder, dream and enjoy, and have not been as relaxed as more days …

When the two artists bow at the end of their wonderful work awesome, only a murmur goes through the church, then euphoric applause and enthusiastic shouts, whistles, joy, happiness …. Kala and Abhijit has managed to abduct all the stakeholders in a dream world, and now quite refreshing to dismiss in further adventures of this festival night. This concert has opened up new horizons for which we thank the two artists at this point very much!

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